Fridays for future

Nun ist sie also auch in unserer Stadt angekommen, die so ermutigende Bewegung von jungen Leuten, von Schülerinnen und Schülern, die freitags (und bestimmt auch während des Rests der Woche) für den Klimaschutz eintreten. Diesen Freitag wird in Traunstein eingetreten für eine bessere Zukunft, für ein besseres Klima, für den gelungenen Erhalt unseres Planeten.

Ich kann mich lange nicht daran erinnern, dass unsere Kinder und Jugendlichen so politisch gedacht und gehandelt haben wie bisher. Das finde ich großartig, das finde ich bewundernswert, das finde ich nachahmenswert. Dass sie dafür einen Teil der Schulzeit investieren – nun ich möchte nicht sagen geschenkt, aber der Gegenwert, die politische Einmischung und das Eintreten für eine intaktere Natur ist doch sehr erheblich und wiegt den Unterrichtsausfall aus meiner Sicht schon weitgehend auf. Sozusagen politische Bildung am Freitag vormittag auf der Straße.

Ich habe aber auch einen Appell an uns alle, ob jung oder alt, ob politisch motiviert oder nicht, ob Teilnehmer an Demos oder nicht. Der Klimaschutz geht uns alle an, ganz bestimmt. Aber fordern wir ihn bitte nicht nur in großen Demonstrationen, auch wenn ich diese toll finde, leben wir ihn auch in unserem Alltag, jeder für sich, jeder, so gut er kann. Fangen wir gerade auch mit unserem eigenen Beispiel an, auch das erhöht den Druck auf die Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft in wichtiger und keinesfalls zu unterschätzender Weise.

Ach ja, eines noch: Sanktionen für „Schulschwänzen“ wären aus meiner (ehemaligen Lehrer-) Sicht der falsche Weg. Machen wir lieber in unseren Schulen den Klimaschutz und die Wege dorthin zum regelmäßigen Thema, ob es nun gerade auf dem Lehrplan steht oder nicht, ob es nun Freitag ist oder nicht.

Christian Kegel

OV-Vorsitzender SPD Traunstein