Aktive Stadtpolitik in Traunstein

Panorama Traunstein

Beim Stammtisch der Traunsteiner SPD ging es um, Schulen, Wohnen und Klima „In Traunstein wird aktive Stadtpolitik gemacht“ – so eröffnete Christian Mayer als stellvertretender Ortsvorsitzender den gut besuchten Stammtisch der Traunsteiner SPD im Gasthof Haidforst. Schon seit Jahren investiert die Stadt Millionen in ihre Schulen: Erweiterungsbau der Kohlbrenner-Mittelschule, Sanierung, Erweiterung und Ausbau der Ludwig-Thoma-Grundschule, Beginn des Erweiterungsbaus der Grundschule Haslach und nächstes Jahr Planung für den Ausbau der Grundschule in Kammer.

Das bekräftigte Fraktionsvorsitzender Peter Forster und schaute voraus auf neue Wohngebiete in Traunstein. Mit großem Verhandlungsgeschick habe Oberbürgermeister Kegel gemeinsam mit der Verwaltung die Grundstücksverhandlungen in Seiboldsdorf zu einem guten Ende geführt. Auf über vier Hektar Grund solle eine moderne und zeitgemäße Bebauung entstehen mit einer nachhaltigen und ökologischen Energieversorgung. Auch das Ansiedlungsmodell solle angewendet werden. Altoberbürgermeister Fritz Stahl sah in dem neuen Baugebiet neben der Chance für Eigenheime auch eine gute Möglichkeit für bezahlbaren Geschoßwohnungsbau. Siegfried Blach dachte an Wohnformen wie zum Beispiel Mehrgenerationenhäuser. Lorenz Brüderl berichtete, dass es in München eine Förderung für ökologisches Bauen gebe. Das begrüßte Nils Bödeker. „Ökologisches Bauen kostet mehr, aber es amortisiert sich mit den Jahren“. Peter Forster verwies beim neuen Wohngebiet Chiemseestraße darauf, dass der Bauwerber zusätzlich auch im Einvernehmen mit der Stadt sozialen Wohnungsbau möglich machen wird. „Sozialer Wohnungsbau war Traunstein schon immer wichtig“ sagte die Dritte Bürgermeisterin Traudl Wiesholler-Niederlöhner. Sie wies auf die 372 städtischen Wohnungen hin und auf das neue Mehrgeschosshaus in Haidforst. „Aber es muss auch weiterhin ein wichtiges Thema bleiben“, forderte sie. Dass aktiver Klimaschutz für ihn als Oberbürgermeister und für die SPD eine Aufgabe höchster Priorität sei, zeige sich auch am Beispiel der Renaturierung des Hochmoores in der Pechschnait, erklärte Christian Kegel. Diese Maßnahme habe die SPD schon immer unterstützt. „Hier geht es um praktischen Umweltschutz, Hochwasserschutz und Artenschutz“, so der Oberbürgermeister. Zum Umweltschutz gehöre natürlich auch, dass man in Traunstein sicher Rad fahren könne, sagte Nils Bödeker. Eine Realisierungsmöglichkeit für einen überörtlichen Radweg gäbe es etwa von Traunstorf aus am Umspannwerk vorbei, wenn die Straße im nächsten Jahr ausgebaut werden soll und dafür Grund von den Eigentümern erworben werden könnte. Die Asphaltierung eines weiteren überörtlichen Radwegs von Siegsdorf nach Traunstein an der Traun entlang hatte im Planungsausschuss noch eine Mehrheit gefunden, im Stadtrat stimmte dann die CSU aber dagegen. Es verwundere ihn auch, dass die Grünen gegen den Radweg in der Vonfichtstraße und stattdessen für Parkplätze gestimmt haben. Schließlich ging es noch um das Erstarken der AfD bei den Wahlen in den östlichen Bundesländern. Michael Nitschke zeigte sich besorgt, dass AfD-Politiker öffentlich rassistische und antisemitische Äußerungen machen. Er wies darauf hin, dass Björn Höcke, AfD Thüringen, sogar als Faschist bezeichnet werden darf. Er sprach sich in diesem Zusammenhang gegen jede Zusammenarbeit mit dieser Partei aus.